Sexuelle Gewalt gibt es auch manchmal in der Schule

  • Vielleicht gibt es an deiner Schule Kinder,
    die mit dir oder mit einem anderen Mädchen Dinge tun,
    die komisch oder unangenehm oder eklig sind.
  • Vielleicht sind es auch Erwachsene an deiner Schule,
    die Dinge mit dir oder anderen Mädchen machen,
    die unangenehm sind oder sogar weh tun,
    die Angst machen oder verwirren.
  • Vielleicht tun sie das mit Worten, Blicken oder Berührungen. Das können Lehrer oder Lehrerinnen sein,
    der Hausmeister oder die Erzieherin
    oder jemand anders.

  • Auf diesen Seiten kannst du dich informieren,
    wie du dir Hilfe holen kannst.

    Und wie wir dich bei Schattenriss beraten können -
    vielleicht auch zusammen mit einer Freundin,
    deiner Mutter oder einer anderen Person,
    der du vertraust.

Sexuelle Übergriffe
durch Mitschüler oder Mitschülerinnen

  • Manchmal sind es
    keine Erwachsenen oder ältere Personen,
    sondern andere Kinder,
    die Dinge mit einem Mädchen machen,
    die komisch sind oder sogar weh tun.
  • Oft fängt es ganz harmlos an.
    Oft passiert es beim Spielen.
    Manchmal machen auch mehrere Kinder mit.

In der Schule kann so etwas auf der Toilette,
in der Umkleide der Turnhalle, auf der Klassenfahrt,
auf dem Schulhof oder irgendwo anders passieren -
meistens da, wo keine Erwachsenen sind.
  • Kein Kind darf so etwas mit dir zu tun.
  • Dein Körper gehört dir.
    Niemand hat das Recht dich anzufassen,
    wenn du das nicht willst.
  • Du alleine darfst bestimmen,
    wie, wann, wo, und von wem du
    angefasst werden möchtest.

Hier sind ein paar Beispiele:
  • Es kann sein,
    dass sich ein Mädchen ausziehen soll,
    damit sie weiter mitspielen darf.
  • Es kann sein,
    dass ein Kind immer wieder von sexuellen Dingen erzählt,
    und die anderen das nicht hören wollen.
  • Es kann sein,
    dass ein Mädchen gegen ihren Willen,
    einen Jungen küssen soll.
    Es wird ihr ein Geschenk versprochen,
    wenn sie es trotzdem tut.
  • Es kann sein,
    dass einem Mädchen die Hose
    von mehreren Jungen runtergezogen wird.
  • Es kann sein,
    dass ein Mädchen den Penis eines Jungen angucken
    oder anfassen soll, obwohl sie das nicht will.
  • Es kann sein,
    dass ein Kind von einem anderen Kind gestreichelt,
    angefasst, untersucht oder auch an Po, Scheide
    oder anderen Körperstellen gekitzelt wird,
    obwohl es das nicht will.
  • Es kann sein,
    dass von einem  Mädchen Fotos mit dem Handy
    gemacht werden, wenn sie nackt ist,
    und dann rumgezeigt werden.
Das und noch viele andere Dinge
sind sexuelle Übergriffe.


Oft ist es so,
dass ein Spiel mit Rumtoben, Anfassen, Ausziehen
am Anfang noch Spaß macht und erst später
plötzlich doof wird.
In solchen Situationen ist es wichtig,
auf dein Gefühl zu achten und es ernst zu nehmen.
An unangenehmen und blöden Gefühlen merkst du,
dass etwas nicht stimmt.
Manchmal merkst du vielleicht auch erst nach dem Spiel,
dass es blöd war.

Du darfst jederzeit sagen,
dass du das nicht mehr willst:

  • auch wenn
    es dir am Anfang Spaß gemacht hat.
  • auch wenn
    du das Mädchen oder den Jungen sehr gerne hast.
  • auch wenn
    es deine beste Freundin oder dein bester Freund ist.
  • auch wenn
    du es an einem anderen Tag schön fandst,
    aber heute eben nicht.
Wenn das andere Kind dann aufhört, ist es gut.

  • Manchmal hören die Kinder aber nicht auf.
    Oder die anderen Kinder, die mitmachen,
    finden das Spiel immer noch toll und beschimpfen das Mädchen, das keine Lust mehr hat als Spielverderberin.
  • Manchmal ist es so,
    dass die Kinder, die solche Sachen bestimmen,
    den anderen Kindern Geschenke für's Mitmachen geben.
  • Manchmal machen sie ihnen Angst oder drohen ihnen,

    wenn sie das "Geheimnis" weitererzählen.

    Es ist also oft gar nicht so leicht, sich zu wehren.
  • Wenn dir etwas eklig oder komisch vorkommt,
    sprich mit einer Person, zu der du Vertrauen hast.
  • Das ist kein Petzen,
    denn so ein Geheimnis ist ein blödes Geheimnis.
  • Blöde Geheimnisse darf man weitersagen!

Du kannst Dir Hilfe holen!

  • Wenn einem Mädchen so etwas passiert ist,
    ist es gut, sich Hilfe zu holen.
  • Es ist nicht gut, darauf zu hoffen,
    dass die Kinder irgendwann
    von alleine damit aufhören.
  • Versuche mit einer Person darüber zu sprechen,
    zu der du Vertrauen hast.
  • Das kann deine Mutter sein oder dein Vater.

    Es kann eine Freundin sein,
    vielleicht auch eine Lehrerin oder ein Schulsozialarbeiter,
    die Mutter deiner Freundin, eine Tante,
    eine Nachbarin oder eine andere Vertrauensperson.
  • Wenn du es zuerst einer Freundin erzählst,
    überlegt gemeinsam,
    welche Erwachsene euch helfen kann.

  • Falls dir jemand nicht glaubt
    oder das nicht so schlimm findet,
    geh zu jemand anderem.
  • Manchmal genügt es,
    mit einer erwachsenen Person darüber zu sprechen.

    Die Person kann vielleicht dafür sorgen,
    dass das nicht noch mal passiert,
    und sorgt auch dafür, dass das andere Kind lernt,
    dass es so was nicht machen darf.

  • Manchmal ist es eine Hilfe,
    wenn sich die Person, die dich unterstützt,
    bei uns beraten lässt, wie sie dir gut helfen kann.
    Deine Vertrauensperson kann sich hier informieren:
    Bezugspersonen

  • Du kannst aber auch direkt bei uns anrufen
    und mit einer von uns am Telefon sprechen.
  • Wenn du willst,

    verabreden wir einen Termin für ein persönliches Gespräch.
  • Auch die Person, der du dich anvertraut hast,
    kann für dich hier anrufen.

  • Du kannst alleine zu uns kommen
    oder gemeinsam mit einer Vertrauensperson,
    z.B. mit deiner Freundin oder deiner Mutter.

Wir haben eine Schweigepflicht,
d.h. wir geben keine Informationen an Eltern
oder andere Personen weiter,
ohne dies mit dir abzusprechen.

Du musst deinen Namen nicht sagen,
  • Du erreichst uns telefonisch unter:
    0421 - 61 71 88
  • Du erreichst uns:
    Montag, Mittwoch und Freitag:
    von 11 bis 13 Uhr
    Dienstag: von 14 bis 16 Uhr
Zu anderen Zeiten kannst du auf unseren
Anrufbeantworter  sprechen.

Wenn du möchtest
kannst du deine Telefonnummer angeben.
Wir rufen dich auch auf deinem Handy zurück.

Wir melden uns innerhalb
von ein bis zwei Tagen bei dir.

Wenn wir dich nicht erreichen,
rufe bitte noch mal an.

Sexuelle Gewalt durch Lehrer und Lehrerinnen


Es gibt manchmal auch Lehrer oder Lehrerinnen,
die die sexuellen Grenzen von Kindern verletzen.
Das können auch der Hausmeister oder die Erzieherin
oder jemand anderes sein, der an der Schule arbeitet.

Beispiele für sexuelle Grenzverletzungen:
  • Ein Lehrer kommt, ohne zu klopfen oder ohne auf ein "Herein"  zu warten, in die Umkleide der Mädchen.
  • Ein Lehrer beschimpft die Mädchen, dass sie dümmer
    oder unsportlicher seien als die Jungen.
  • Eine Lehrerin fasst die Kinder im Sport bei einer Hilfestellung immer an den Po oder zwischen die Beine.
  • Ein Erzieher fordert ein Mädchen immer wieder auf,
    sich bei ihm auf den Schoß zu setzen.
  • Ein Lehrer bietet an, einem Mädchen Nachhilfe
    bei sich zu Hause zu geben. Nach dem Lernen will er
    das Mädchen streicheln und mit ihm kuscheln.
  • Eine Lehrerin schläft auf der Klassenfahrt mit einem Mädchen im Bett, weil es Heimweh hat.

Kein Erwachsener darf so etwas mit dir machen,
auch nicht dein Lehrer oder deine Lehrerin.

Die Verantwortung dafür liegt immer
bei der erwachsenen Person.

Du hast niemals schuld, wenn dir so etwas passiert.



Sich gegen einen Lehrer oder eine Lehrerin zu wehren,
ist meistens nicht so leicht.

Manchmal sind die Kinder, die so etwas erleben,
auch sehr verwirrt und denken, dass sie sich getäuscht haben.


In solchen Situationen ist es wichtig,
auf dein Gefühl zu achten und es ernst zu nehmen.

  • An unangenehmen und blöden Gefühlen merkst du,
    dass etwas nicht stimmt.
  • Manchmal merkst du vielleicht auch erst hinterher,
    dass es blöd war.


Du kannst Dir Hilfe holen!

Wenn einem Mädchen so etwas passiert ist,

ist es gut, sich Hilfe zu holen.
  • Versuche mit einer Person darüber zu sprechen,
    zu der du Vertrauen hast.
    Auch wenn es dir peinlich ist oder du es am liebsten
    ganz schnell vergessen möchtest
    .
  • Vielleicht sind deine Mutter

    oder dein Vater die richtigen Personen,
    vielleicht deine Lieblingstante oder
    dein Lieblingsonkel.
    An den meisten Schulen in Bremen
    gibt es auch eine Vertrauenslehrerin
    oder einen Vertrauenslehrer,
    an den du dich wenden kannst.
  • Wenn du es zuerst einer Freundin erzählst,
    überlegt gemeinsam,
    welche Erwachsene euch helfen kann.

  • Falls dir jemand nicht glaubt
    oder das nicht so schlimm findet,
    geh zu jemand anderem.
  • Es ist wichtig, zu wissen,
    dass es auch und gerade für Lehrer
    und Lehrerinnen verboten ist,
    die sexuellen Grenzen von Kindern
    zu verletzen.
  • Alle Lehrer und Lehrerinnen wissen das.
    In Bremen gibt es dafür bestimmte Gesetze.
    Sie regeln, was mit beschuldigten Lehrern
    oder Lehrerinnen passiert.
  • Deine erwachsene Vertrauensperson
    kann sich hier darüber informieren:
    sexuelle Diskriminierung durch KollegInnen.


  • Du kannst bei uns anrufen
    und mit einer von uns am Telefon sprechen.
  • Wenn du willst,

    verabreden wir einen Termin für ein persönliches Gespräch.
  • Auch die Person, der du dich anvertraut hast,
    kann für dich hier anrufen.

  • Du kannst alleine zu uns kommen
    oder gemeinsam mit einer Vertrauensperson,
    z.B. mit deiner Freundin oder deiner Mutter.

Wir haben eine Schweigepflicht,
d.h. wir geben keine Informationen an Eltern
oder andere Personen weiter,
ohne dies mit dir abzusprechen.

Du musst deinen Namen nicht sagen,
  • Du erreichst uns telefonisch unter:
    0421 - 61 71 88
  • Du erreichst uns:
    Montag, Mittwoch und Freitag:
    von 11 bis 13 Uhr
    Dienstag: von 14 bis 16 Uhr
Zu anderen Zeiten kannst du auf unseren
Anrufbeantworter  sprechen.

Wenn du möchtest
kannst du deine Telefonnummer angeben.
Wir rufen dich auch auf deinem Handy zurück.

Wir melden uns innerhalb
von ein bis zwei Tagen bei dir.

Wenn wir dich nicht erreichen,
rufe bitte noch mal an.


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