Wir beraten Dich, wenn Du das möchtest

Hier steht, welche Hilfe es bei Schattenriss gibt.
Und wie Schattenriss Euch beraten kann.

Wer kommt zu Schattenriss?
Zu Schattenriss kommen viele Mädchen,
die sexuell missbraucht wurden.
  • Einige Mädchen werden immer noch missbraucht.
    Oder sie haben Angst, dass es wieder passiert.

  • Bei anderen Mädchen ist es schon lange her.
    Sie haben schlimme Erinnerungen daran.
    Sie müssen immer wieder daran denken.
    Das quält sie

  • Manchmal glauben sie:
    Ich komme mit meinem Leben nicht mehr klar.

  • Einige Mädchen überlegen, ob sie den Täter anzeigen.

  • Einige Mädchen wünschen sich Hilfe,
    wenn es eine Gerichts-Verhandlung gibt:
    Sie möchten sich darauf gut vorbereiten.



Wann kannst du zu uns kommen?
Wenn Du sexuellen Missbrauch oder sexuelle Gewalt erlebt hast.

Du kannst immer kommen:

  • Egal, wie oft es passiert ist.
    Es kann einmal passiert sein.
    Es kann auch ganz oft passiert sein.
    Egal, ob es immer noch passiert
    oder schon vorbei ist.
  • Wenn Du etwas erlebt hast.
    Du weißt aber nicht genau,
    ob das sexueller Missbrauch war.

  • Wenn Du nicht so genau weißt,
    ob es wirklich passiert ist.

  • Wenn Du Fragen oder Probleme hast.

  • Wenn Du nicht weißt, was Du jetzt tun sollst.

  • Wenn Du das Gefühl hast:
    Ich komme nicht mehr klar.
    Ich kann nicht mehr.



Wie wir Dich beraten


Wir nehmen Dich ernst.
Wir glauben Dir.
Wir überlegen mit Dir zusammen,
was Dir helfen kann.
Unser Ziel ist:
Zusammen finden wir einen Weg.

Deine Wünsche sind dabei ganz wichtig.
Wir achten darauf, was Du brauchst.
Wir machen nichts, was Du nicht willst.
Wir besprechen zusammen, wie es weiter geht.

Wir haben eine Schweige-Pflicht.
Das bedeutet: Wir erzählen nichts weiter.
Wir reden nur mit anderen, wenn Du das auch willst.

Du musst uns Deinen Namen nicht sagen.
Wir beraten Dich trotzdem.

Einige Mädchen wünschen sich,
dass beim ersten Gespräch eine Freundin dabei ist.
Oder ein Erwachsener, dem sie vertraut.
Das ist völlig in Ordnung.
  • Das erste Gespräch:
    Zuerst lernst Du eine Frau von Schattenriss kennen.
    Sie ist Deine Beraterin.
    Sie erzählt Dir, was Schattenriss alles macht.
    Und welche Hilfe Du bei Schattenriss bekommen kannst.
    Du kannst sie alles fragen.

Du musst nichts von Dir erzählen.

Du musst keine Fragen beantworten.
Du erzählst nur das, was Du erzählen möchtest.


Oft reden wir im ersten Gespräch über diese Fragen:
  • Wie lebst Du?
  • Welche Probleme hast Du?
  • Was tut Dir gut?
  • Was macht Dir Spaß?
  • Welche Personen haben Dich bis jetzt unterstützt?
  • Was hat Dir in schwierigen Momenten schon geholfen?
  • Wobei wünscht Du Dir Hilfe?

  • Nach dem ersten Gespräch kannst Du überlegen:
    Möchte ich wiederkommen?
Die Beratung ist freiwillig.
Du entscheidest, ob Du kommen willst oder nicht.

Eine Beratung dauert 1 Stunde.
Die Beratung kostet nichts.



  • Wie oft kommen die Mädchen zu uns?
    Das ist ganz unterschiedlich.
    Wir achten darauf,
    wie viel Unterstützung sich das Mädchen wünscht.
    Und wie viel es braucht.
Viele Mädchen kommen alle 2 Wochen.
Einige kommen auch jede Woche.
Einige kommen nur 1 oder 2 Mal.
Einige kommen 10 mal oder 15 mal.
Oder ein ganzes Jahr.

  • Welche Hilfe bieten wir an?
    Unsere Hilfe kann ganz unterschiedlich sein.
    Es kommt darauf an,
    welche Probleme und Fragen das Mädchen hat:
    Wir wollen, dass die Gewalt aufhört.
    Dafür setzen wir uns ein.
  • Wir unterstützen das Mädchen,
    wenn es Probleme hat:
    Zum Beispiel in der Familie.
    Mit Freunden oder Freundinnen.
    In der Schule
    oder in der Ausbildung.


Die Mädchen lernen bei uns,
wie sie sich selbst helfen können.
Zum Beispiel:
  • Wenn sie immer wieder an die Erlebnisse denken müssen.
  • Wenn sie Angst haben.
  • Wenn sie Albträume haben.

Die Mädchen lernen bei uns,

was sie dagegen tun können.
Und wie sie wieder
mehr Spaß am Leben haben.

  • Wir beraten das Mädchen, wenn es den Täter anzeigen will.
    Wir suchen für sie eine Anwältin oder einen Anwalt.
    Wir unterstützen sie,
    wenn es eine Verhandlung vor Gericht gibt.
  • Wir unterstützen das Mädchen,
    wenn sie eine Therapie machen möchte.
    Oder wenn sie noch andere Hilfe braucht.
    Wir helfen ihr dabei,
    die richtige Hilfe zu finden.

Bei uns kann das Mädchen ihre Probleme erzählen.
Das tut meistens gut.
Aber wir achten auch darauf:
Sie soll nur so viel erzählt, wie es ihr gut tut.

Über Probleme und Schwierigkeiten nachdenken ist wichtig.
Genau so wichtig ist: Dinge tun, die Spaß machen und gut tun.
Diese Dinge helfen, damit es bald besser geht.
Auch in unserer Beratung sollen die Mädchen viel Spaß und Freude haben.
Darauf achten wir.

  • Wir beraten auch Personen,
    die die Mädchen unterstützen.

    Zum Beispiel die Mutter oder die Lehrerin
    von einem Mädchen.
    Das ist oft eine große Hilfe für das Mädchen.
    Die Personen können dann
    das Mädchen besser verstehen.
    Sie lernen, wie sie das Mädchen gut
    unterstützen können.
    Meistens gibt es dann zu Hause
    oder in der Schule weniger Stress.
Das sind nur ein paar Beispiele.
Wir machen noch viel mehr.

Egal, warum Du Probleme hast:
Es ist immer gut, wenn Du Dir Hilfe holst.
Und wenn Du Dich beraten lässt.

Wir nehmen Dich ernst.
Wir glauben Dir.

Zusammen finden wir einen Weg,
der Dir hilft.

Viele Mädchen und junge Frauen glauben:
Ich bin nicht normal.
Meine Gefühle und Gedanken sind komisch.
Es ist mir peinlich,
über meine Probleme zu reden.


Wir helfen den Mädchen,
damit sie ihre Gefühle und Gedanken besser verstehen.

Wir erzählen ihnen:

  • was bei Menschen passiert,
    wenn sie etwas Schlimmes erleben.
  • Zum Beispiel, wenn sie sexuellen Missbrauch erleben.
  • dass ihre Gedanken und Gefühle ganz normal sind.
  • Viele Menschen haben genau die gleichen Gefühle
    und Gedanken.
Danach können die Mädchen sich selbst auch besser verstehen.
Die Mädchen lernen, dass es anderen Menschen genau so geht.
Dadurch fühlen sich die Mädchen oft besser.

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